Neue RTR-Studie unterstreicht die Relevanz von fundierter Medienkompetenz

Eine große Mehrheit der Bevölkerung nimmt Desinformation als ernsthafte Bedrohung für das Vertrauen in Politik, Medien und demokratische Prozesse wahr. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Digital Skills Austria IV“ der RTR.

Besonders deutlich zeigt sich dabei die Rolle sozialer Medien: Rund 60 % der Befragten geben an, auf Social-Media-Plattformen regelmäßig mit Falschinformationen konfrontiert zu sein. Gleichzeitig sehen rund 70 % Desinformation als ernstzunehmendes Problem für das Vertrauen der Bevölkerung in Politik, Medien und Demokratie. Die Stärkung der Medien- und Informationskompetenz – insbesondere der kritischen Reflexion sowie der Fähigkeit, Informationen selbstständig zu prüfen – wird damit zu einer Grundvoraussetzung für eine informierte demokratische Öffentlichkeit.

Medienbildung bedeutet auch, journalistische Prozesse nachvollziehbar zu machen und die Auseinandersetzung mit Nachrichteninhalten aktiv zu fördern. Denn wer lernen soll, Informationen verlässlich einzuordnen, muss auch erfahren, wie professioneller Journalismus funktioniert und welchen Qualitätsstandards er dabei folgt. Schule als Lernort kann einen wichtigen Beitrag leisten, Räume für die differenzierte Auseinandersetzung mit Journalismus und Nachrichten zu schaffen und Jugendliche zu befähigen, Informationen selbstständig und reflektiert einzuordnen.